ADFC-Fahr­rad­kli­ma­test 2018

 

Wie fahr­rad­freund­lich ist Hameln?

Es ist wieder soweit: Der Fahr­rad­kli­ma­test 2018 ist ange­lau­fen. Mit dieser alle zwei Jahre statt­fin­den­den Umfra­ge ermit­telt der ADFC ein Stim­mungs­bild dar­über, wie die Bür­ge­rin­nen und Bürger eigent­lich die Fahr­rad­freund­lich­keit ihrer Stadt bewer­ten.

Die Ergeb­nis­se sind nicht nur wich­tig für den ADFC selbst, son­dern dienen ins­be­son­de­re den Ent­schei­de­rIn­nen aus Poli­tik und Ver­wal­tung als Hand­lungs­emp­feh­lung.

Bitte nehmen Sie sich daher etwa 10 Minu­ten Zeit und nehmen Sie am Fahr­rad­kli­ma­test 2018 teil.

Den Fra­ge­bo­gen können Sie bis zum 30. Novem­ber online unter https://www.fahrradklima-test.de auf­ru­fen. Sie können ihn aber auch auf Papier aus­fül­len: Den Fra­ge­bo­gen erhal­ten Sie u.a. am Sonn­tag, dem 09. Sep­tem­ber am Stand des ADFC bei den Umwelt­ta­gen Weser­berg­land im Bür­ger­gar­ten in Hameln.

Die Ergeb­nis­se der ver­gan­ge­nen Jahre werden im Anschluss detail­liert auf­be­rei­tet und sind für alle öffent­lich ein­seh­bar.

Für Neu-Hamel­ner und Wieder-Auf­stei­ger: City­Cy­cling!

Logo: Anett Dreis­vogt und Sebas­ti­an Töte­berg (Danke noch­mal!)

Ich bin in der Ver­gan­gen­heit mehr­fach von Men­schen ange­spro­chen worden, die mir geschil­dert haben, dass sie gerne All­tags­we­ge auf dem Rad zurück­le­gen würden, aber teil­wei­se gar nicht wissen, welche Route sie nehmen sollen, weil ihnen die Haupt­ver­kehrs­we­ge oft zu dicht befah­ren sind oder sie sich aus ande­ren Grün­den unsi­cher auf den aus­ge­schil­der­ten Rad­rou­ten fühlen.

An der Fahr­rad­freund­lich­keit Hamelns wird nun zwar an vielen Stel­len gear­bei­tet, nichts­des­to­trotz wird die Umset­zung so man­cher Maß­nah­me noch einige Zeit dauern.

Ande­rer­seits gibt es auch in Hameln immer wieder Zuge­zo­ge­ne, die gerne das Fahr­rad benut­zen würden, und viele Alt­ein­ge­ses­se­ne ent­schei­den sich nach län­ge­rer Pause wieder für das Rad als Ver­kehrs­mit­tel und würden es gerne auch für mehr als nur für Frei­zeit­ak­ti­vi­tä­ten nutzen.

Um diesen Noch-Nicht-Rad­fah­rern den Auf­stieg zu erleich­tern, biete ich nun ab sofort geführ­te Rad­tou­ren durch das Stadt­ge­biet an, auf denen ich - je nach den per­sön­li­chen Bedürf­nis­sen der Teil­neh­me­rIn­nen - die schnells­te, sichers­te oder kom­for­ta­bels­te Route zu den jewei­li­gen per­sön­li­chen All­tags­zie­len zeige, z.B. zur Arbeit, zur Schule der Kinder oder auch zum Sport­ver­ein oder zur nächs­ten Ein­kaufs­mög­lich­keit.

Das kos­ten­freie Ange­bot trägt den Namen »City­Cy­cling« und kann von allen genutzt werden, die im Stadt­ge­biet Hamelns wohnen oder regel­mä­ßig Ziele in Hameln mit dem Rad ansteu­ern möch­ten.

Wer gerne mit­hel­fen möchte, z.B. als zusätz­li­che Beglei­tung bei grö­ße­ren Grup­pen, ist natür­lich eben­falls herz­lich ein­ge­la­den.

 

»Nach­ge­fragt« bei Radio Aktiv

 

Von Nite_Owl - ori­gi­nal­ly posted to Flickr as L1070298, CC BY-SA 2.0, Link

Am Pfingst­sonn­tag um 10:00 Uhr wurde auf Radio Aktiv die Sen­dung »Nach­ge­fragt« aus­ge­strahlt. Dort hatte ich die Gele­gen­heit, aus­führ­lich über das Thema »Rad­ver­kehr in Hameln« zu spre­chen.

Vielen Dank dafür an Radio Aktiv und ins­be­son­de­re für den Mit­schnitt!

 

STADTRADELN 2018 beginnt am 14.05.

Am Montag, dem 14.05.2018, beginnt in Hameln das STADTRADELN.

Ziel ist es, in drei Wochen so viele Kilo­me­ter wie mög­lich auf dem Rad zurück­zu­le­gen. Das kann auf dem Weg zur Arbeit, in der Frei­zeit oder auch im Urlaub gesche­hen. Ein­zi­ge Bedin­gung, um in Hameln mit­zu­ma­chen, ist die Zuge­hö­rig­keit zu einem Hamel­ner Team. Das kann jeder selbst grün­den, man kann sich aber auch ganz ein­fach einem offe­nen Team anschlie­ßen. Es ist auch nicht erfor­der­lich, gemein­sam im Team zu fahren, ledig­lich die Kilo­me­ter werden dem Team zuge­rech­net.

Die Stadt Hameln hat bereits ein offe­nes Team erstellt, ein spä­te­rer Wech­sel ist aber auch noch mög­lich. Die Kilo­me­ter können per App oder online auf der Web­sei­te ein­ge­tra­gen werden.

Ziel des Stadt­ra­delns ist es - neben der Mög­lich­keit, Preise zu gewin­nen - dass nicht nur mög­lichst viele Bür­ge­rin­nen und Bürger das Fahr­rad benut­zen, son­dern auch, dass ins­be­son­de­re die poli­ti­schen Ent­schei­dungs­trä­ger und Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter aktiv teil­neh­men, um die ört­li­che Fahr­rad­in­fra­struk­tur im wahrs­ten Sinne des Wortes zu »erfah­ren«.

Umso mehr freut mich, dass die Stadt­ver­wal­tung bereits eines der größ­ten Teams stellt.

Am Montag (14.05.) um 12:00 Uhr mit­tags wird es eine kleine Auf­takt­ver­an­stal­tung geben, bei der gemein­sam mit dem Ober­bür­ger­meis­ter vom Rat­haus bis zum Pfer­de­markt gefah­ren wird und auch noch ein paar Worte zur Aktion an die Teil­neh­mer gerich­tet werden.

Die Fahr­rad­selbst­hil­fe­werk­statt sucht Unter­stüt­zung

© Jorge Royan / http://www.royan.com.ar
via Wiki­me­dia Com­mons

Viel­leicht lesen hier auch manche mit, die nicht nur gerne Fahr­rad fahren, son­dern auch mal an ihren Rädern herum schrau­ben und Repa­ra­tu­ren selbst vor­neh­men.

Wenn ja:

Gesucht wird eine ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung für die Fahr­rad­werk­statt im Eng­li­schen Vier­tel, die mitt­woch­nach­mit­tags die Selbst­hil­fe­werk­statt beglei­ten und bei Repa­ra­tu­ren bera­tend und unter­stüt­zend helfen kann.

Das Ange­bot sollte zumin­dest alle 14 Tage statt­fin­den, eine Auf­wands­ent­schä­di­gung ist bis zu 50 Euro im Monat mög­lich.

Inter­es­sier­te wenden sich bitte an:

Swana Anders
Koor­di­nie­rungs­stel­le Migra­ti­on und Teil­ha­be

Land­kreis Hameln-Pyr­mont
Sün­tel­stra­ße 9
31785 Hameln
Tele­fon: 05151 / 903-3012
E-Mail: swana.anders@hameln-pyrmont.de

»Ich ent­las­te Städte«

Foto: DLR

Das Deut­sche Luft- und Raum­fahrt­zen­trum, das sich - anders als der Name ver­mu­ten lässt - unter ande­rem auch mit For­schun­gen zu urba­ner Mobi­li­tät beschäf­tigt, ist auf der Suche nach Unter­neh­men und öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, die übli­cher­wei­se mit dem Kfz inner­halb der Stadt unter­wegs sind und gerne mal für drei Monate die Vor­tei­le eines Las­ten­ra­des aus­pro­bie­ren wollen.

Ob Schorn­stein­fe­ger oder Sani­täts­haus, ob Apo­the­ke oder Hand­wer­ke­rin: Viele Fahr­ten zu Kunden und Geschäfts­part­nern ließen sich eben­so­gut mit dem Rad erle­di­gen, und man spart dabei oft­mals nicht nur Zeit und Nerven (für die Park­platz­su­che), son­dern auch Betriebs­kos­ten, för­dert die Gesund­heit der Mit­ar­bei­te­rIn­nen und schont die Umwelt.

Die Aktion heißt »Ich ent­las­te Städte« und funk­tio­niert so:

  • Inter­es­sier­te Unter­neh­men können sich online bewer­ben.
  • Das DLR wählt je nach Ver­füg­bar­keit der Las­ten­rä­der geeig­ne­te Bewer­ber aus.
  • Der Ver­trag wird einem Ser­vice­part­ner wird geschlos­sen, und
  • das jeweils geeig­ne­te Las­ten­rad wird nach einer Ein­wei­sung über­ge­ben.

 

Um die wis­sen­schaft­li­che Aus­wer­tung zu ermög­li­chen, ver­pflich­ten sich die Teil­neh­mer dazu, ent­spre­chen­de Fra­ge­bö­gen zu beant­wor­ten, die Erfah­run­gen in einem kurzen Gespräch zu schil­dern und eine spe­zi­el­le App zu ver­wen­den.

Es stehen der­zeit 17 ver­schie­de­ne Model­le in unter­schied­lichs­ten Bau­for­men zur Ver­fü­gung, so dass für jeden Inter­es­sen­ten das pas­sen­de Rad zur Ver­fü­gung gestellt werden kann. Wer sich die Räder anschau­en und auch direkt eine Pro­be­fahrt machen möchte, hat dazu am Don­ners­tag dem 1. März 2018 auf der Road­show in Han­no­ver die Gele­gen­heit.

Foto: DLR

Mit etwas Glück und einer recht­zei­ti­gen Bewer­bung besteht sogar die Mög­lich­keit, das Tes­t­rad von der Road­show direkt mit­zu­neh­men.

Wer geeig­ne­te Unter­neh­me­rIn­nen kennt und ihnen von der Aktion berich­ten möchte, bekommt hier eine über­sicht­li­che Zusam­men­fas­sung des ganzen Pro­jek­tes in diesem PDF-Doku­ment zum Down­load.

Das BYPAD-Ver­fah­ren

Frage 3 von 30

Die Stadt Hameln nimmt erneut am Audit zum BYPAD-Ver­fah­ren teil.

»BYPAD« steht für »Bicy­cle Policy Audit«, zu deutsch etwa »Bewer­tung der Rad­ver­kehrs­po­li­tik«.

Hier liegt der Fokus jedoch weni­ger auf kon­kre­ten Maß­nah­men, son­dern es geht eher darum, eine Ein­schät­zung zu bekom­men, wie ziel­ge­rich­tet und mit wel­cher Effi­zi­enz auf kom­mu­na­ler Ebene (also im Rat­haus) Rad­ver­kehrs­po­li­tik betrie­ben wird.

Diese Ein­schät­zung wird anhand eines Fra­ge­bo­gens vor­ge­nom­men, der ins­ge­samt 30 Fragen umfasst und der von ver­schie­de­nen Betei­lig­ten aus­ge­füllt wird. Zur Beant­wor­tung der Fragen sind ca. 2 Stun­den ver­an­schlagt, und das ist wahr­lich nicht zu hoch gegrif­fen, denn die Fragen sind zum Teil sehr schwer zu beant­wor­ten.

Die ein­fa­che­ren Fragen sind noch die­je­ni­gen, die sich auf Maß­nah­men bezie­hen, die auch von Außen­ste­hen­den wahr­ge­nom­men werden können.

Zum Bei­spiel: Gibt es an wich­ti­gen Hal­te­stel­len Fahr­rad­ab­stell­mög­lich­kei­ten? Ein­fa­che Ant­wort: Ja, gibt es. So weit, so gut.

Aber: Folgt die Plat­zie­rung einem bestimm­ten Kon­zept? ¯\_(ツ)_/¯

Beson­ders schwie­rig sind die Fragen, die sich auf ver­wal­tungs­in­ter­ne Vor­gän­ge bezie­hen: In wel­chem Umfang unter­hal­ten sich die Abtei­lun­gen inner­halb der Ver­wal­tung unter­ein­an­der über Rad­ver­kehrs­po­li­tik? Ist der Rad­ver­kehr Thema bei inter­kom­mu­na­len Zusam­men­künf­ten? Nehmen Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter an kon­kre­ten Fort­bil­dungs­maß­nah­men teil? Welche Len­kungs­gre­mi­en / Arbeits­grup­pen gibt es?

Da kann man als Außen­ste­hen­der manch­mal nur mut­ma­ßen. Es wurden zwar bereits viele Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Fahr­rad­in­fra­struk­tur umge­setzt, aber ob das mit einer kon­kre­ten und klar defi­nier­ten Ziel­set­zung erfolgt ist, kann ich der­zeit nicht beant­wor­ten.

Ich werde die Fragen daher mit Sicher­heit noch ein paar Mal durch­ge­hen müssen, um zu eini­ger­ma­ßen objek­ti­ven Ant­wor­ten zu gelan­gen und vor allem auch den einen oder ande­ren Kom­men­tar und Ver­bes­se­rungs­vor­schlag zu for­mu­lie­ren. Da an der Befra­gung aber auch u.a. Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter teil­neh­men, bin ich gespannt, zu wel­chen Ein­schät­zun­gen die ande­ren Betei­lig­ten kommen.

Grund­sätz­lich ist aber schon allein die Teil­nah­me der Stadt am BYPAD-Ver­fah­ren zu begrü­ßen. Denn nur, wer bereit ist, seine Schwach­stel­len zu benen­nen, zeigt glaub­wür­di­ges Inter­es­se an deren Besei­ti­gung.