Die Fahr­rad­selbst­hil­fe­werk­statt sucht Unterstützung

© Jorge Royan / http://www.royan.com.ar
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Viel­leicht lesen hier auch manche mit, die nicht nur gerne Fahr­rad fahren, son­dern auch mal an ihren Rädern herum schrau­ben und Repa­ra­tu­ren selbst vornehmen.

Wenn ja:

Gesucht wird eine ehren­amt­li­che Unter­stüt­zung für die Fahr­rad­werk­statt im Eng­li­schen Vier­tel, die mitt­woch­nach­mit­tags die Selbst­hil­fe­werk­statt beglei­ten und bei Repa­ra­tu­ren bera­tend und unter­stüt­zend helfen kann.

Das Ange­bot sollte zumin­dest alle 14 Tage statt­fin­den, eine Auf­wands­ent­schä­di­gung ist bis zu 50 Euro im Monat möglich.

Inter­es­sier­te wenden sich bitte an:

Swana Anders
Koor­di­nie­rungs­stel­le Migra­ti­on und Teilhabe

Land­kreis Hameln-Pyrmont
Sün­tel­stra­ße 9
31785 Hameln
Tele­fon: 05151 / 903-3012
E-Mail: swana.anders@hameln-pyrmont.de

»Ich ent­las­te Städte«

Foto: DLR

Das Deut­sche Luft- und Raum­fahrt­zen­trum, das sich - anders als der Name ver­mu­ten lässt - unter ande­rem auch mit For­schun­gen zu urba­ner Mobi­li­tät beschäf­tigt, ist auf der Suche nach Unter­neh­men und öffent­li­chen Ein­rich­tun­gen, die übli­cher­wei­se mit dem Kfz inner­halb der Stadt unter­wegs sind und gerne mal für drei Monate die Vor­tei­le eines Las­ten­ra­des aus­pro­bie­ren wollen.

Ob Schorn­stein­fe­ger oder Sani­täts­haus, ob Apo­the­ke oder Hand­wer­ke­rin: Viele Fahr­ten zu Kunden und Geschäfts­part­nern ließen sich eben­so­gut mit dem Rad erle­di­gen, und man spart dabei oft­mals nicht nur Zeit und Nerven (für die Park­platz­su­che), son­dern auch Betriebs­kos­ten, för­dert die Gesund­heit der Mit­ar­bei­te­rIn­nen und schont die Umwelt.

Die Aktion heißt »Ich ent­las­te Städte« und funk­tio­niert so:

  • Inter­es­sier­te Unter­neh­men können sich online bewer­ben.
  • Das DLR wählt je nach Ver­füg­bar­keit der Las­ten­rä­der geeig­ne­te Bewer­ber aus.
  • Der Ver­trag wird einem Ser­vice­part­ner wird geschlos­sen, und
  • das jeweils geeig­ne­te Las­ten­rad wird nach einer Ein­wei­sung übergeben.

 

Um die wis­sen­schaft­li­che Aus­wer­tung zu ermög­li­chen, ver­pflich­ten sich die Teil­neh­mer dazu, ent­spre­chen­de Fra­ge­bö­gen zu beant­wor­ten, die Erfah­run­gen in einem kurzen Gespräch zu schil­dern und eine spe­zi­el­le App zu verwenden.

Es stehen der­zeit 17 ver­schie­de­ne Model­le in unter­schied­lichs­ten Bau­for­men zur Ver­fü­gung, so dass für jeden Inter­es­sen­ten das pas­sen­de Rad zur Ver­fü­gung gestellt werden kann. Wer sich die Räder anschau­en und auch direkt eine Pro­be­fahrt machen möchte, hat dazu am Don­ners­tag dem 1. März 2018 auf der Road­show in Han­no­ver die Gelegenheit.

Foto: DLR

Mit etwas Glück und einer recht­zei­ti­gen Bewer­bung besteht sogar die Mög­lich­keit, das Tes­t­rad von der Road­show direkt mitzunehmen.

Wer geeig­ne­te Unter­neh­me­rIn­nen kennt und ihnen von der Aktion berich­ten möchte, bekommt hier eine über­sicht­li­che Zusam­men­fas­sung des ganzen Pro­jek­tes in diesem PDF-Doku­ment zum Download.

Das BYPAD-Ver­fah­ren

Frage 3 von 30

Die Stadt Hameln nimmt erneut am Audit zum BYPAD-Ver­fah­ren teil.

»BYPAD« steht für »Bicy­cle Policy Audit«, zu deutsch etwa »Bewer­tung der Radverkehrspolitik«.

Hier liegt der Fokus jedoch weni­ger auf kon­kre­ten Maß­nah­men, son­dern es geht eher darum, eine Ein­schät­zung zu bekom­men, wie ziel­ge­rich­tet und mit wel­cher Effi­zi­enz auf kom­mu­na­ler Ebene (also im Rat­haus) Rad­ver­kehrs­po­li­tik betrie­ben wird.

Diese Ein­schät­zung wird anhand eines Fra­ge­bo­gens vor­ge­nom­men, der ins­ge­samt 30 Fragen umfasst und der von ver­schie­de­nen Betei­lig­ten aus­ge­füllt wird. Zur Beant­wor­tung der Fragen sind ca. 2 Stun­den ver­an­schlagt, und das ist wahr­lich nicht zu hoch gegrif­fen, denn die Fragen sind zum Teil sehr schwer zu beantworten.

Die ein­fa­che­ren Fragen sind noch die­je­ni­gen, die sich auf Maß­nah­men bezie­hen, die auch von Außen­ste­hen­den wahr­ge­nom­men werden können.

Zum Bei­spiel: Gibt es an wich­ti­gen Hal­te­stel­len Fahr­rad­ab­stell­mög­lich­kei­ten? Ein­fa­che Ant­wort: Ja, gibt es. So weit, so gut.

Aber: Folgt die Plat­zie­rung einem bestimm­ten Kon­zept? ¯\_(ツ)_/¯

Beson­ders schwie­rig sind die Fragen, die sich auf ver­wal­tungs­in­ter­ne Vor­gän­ge bezie­hen: In wel­chem Umfang unter­hal­ten sich die Abtei­lun­gen inner­halb der Ver­wal­tung unter­ein­an­der über Rad­ver­kehrs­po­li­tik? Ist der Rad­ver­kehr Thema bei inter­kom­mu­na­len Zusam­men­künf­ten? Nehmen Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter an kon­kre­ten Fort­bil­dungs­maß­nah­men teil? Welche Len­kungs­gre­mi­en / Arbeits­grup­pen gibt es?

Da kann man als Außen­ste­hen­der manch­mal nur mut­ma­ßen. Es wurden zwar bereits viele Maß­nah­men zur Ver­bes­se­rung der Fahr­rad­in­fra­struk­tur umge­setzt, aber ob das mit einer kon­kre­ten und klar defi­nier­ten Ziel­set­zung erfolgt ist, kann ich der­zeit nicht beantworten.

Ich werde die Fragen daher mit Sicher­heit noch ein paar Mal durch­ge­hen müssen, um zu eini­ger­ma­ßen objek­ti­ven Ant­wor­ten zu gelan­gen und vor allem auch den einen oder ande­ren Kom­men­tar und Ver­bes­se­rungs­vor­schlag zu for­mu­lie­ren. Da an der Befra­gung aber auch u.a. Ver­wal­tungs­mit­ar­bei­ter teil­neh­men, bin ich gespannt, zu wel­chen Ein­schät­zun­gen die ande­ren Betei­lig­ten kommen.

Grund­sätz­lich ist aber schon allein die Teil­nah­me der Stadt am BYPAD-Ver­fah­ren zu begrü­ßen. Denn nur, wer bereit ist, seine Schwach­stel­len zu benen­nen, zeigt glaub­wür­di­ges Inter­es­se an deren Beseitigung.