Belag­aus­bes­se­rung an der Domeierstraße

Ausgebessert: Asphaltbeule an der Einmündung Domeierstraße
Aus­ge­bes­sert: Asphalt­beu­le an der Ein­mün­dung Domeierstraße

Da soll noch­mal jemand über den Betriebs­hof der Stadt Hameln meckern:

Anfang Novem­ber hatte ich per Mängel-App gemel­det, dass sich an der Ein­mün­dung der Dom­ei­er­stra­ße zum Thie­wall eine ziem­lich gefähr­li­che Asphalt­beu­le auf der Fahr­rad­spur gebil­det hat.

Was auf dem Foto nicht so beein­dru­ckend aus­sieht, hat mich zwei­mal rela­tiv unver­mit­telt fast aus dem Sattel geho­ben. Aus Rad­fah­rer­sicht ist die Beule näm­lich kaum zu erken­nen, und wenn man da in gewis­ser Schräg­la­ge drü­ber­fährt, ver­setzt es einem das Hin­ter­rad mal eben um ein paar Zen­ti­me­ter zur Seite. (Ich dachte beim ersten Mal, ich hätte mit dem Rad die Ver­kehrs­in­sel mit­ge­nom­men, bis ich dann genau­er hin­ge­se­hen habe.)

Etwa zwei Wochen später: Die Beule ist ein­ge­eb­net, der Stra­ßen­be­lag ausgebessert.

Herz­li­chen Dank an die Stadt Hameln!

»Nach­ge­fragt« bei Radio Aktiv

Foto von Nite_Owl - ori­gi­nal­ly posted to Flickr as L1070298, CC BY-SA 2.0, Link

Es war mal wieder soweit: Radio Aktiv hat mich aus­führ­lich zum Rad­ver­kehr in Hameln befragt, das Inter­view geführt hat Eva Strohdeicher.

Vielen Dank für das sehr nette Inter­view und ins­be­son­de­re für den Mitschnitt!

Die Sen­dung lief am 18.04.2021 von 10:00 bis 11:00 Uhr, natür­lich auf Radio Aktiv.

Mit­schnitt der Sen­dung »Nach­ge­fragt« von Radio Aktiv vom 18.04.2021

Kli­ma­freund­li­cher (Rad)verkehr der Zukunft

Gesa von Blancken­burg und Lara Schmitz von Fri­days for Future haben ges­tern Ralf Hermes und mich zum Rad­ver­kehr in Hameln befragt.
Es lohnt sich übri­gens auch, sich die ande­ren Videos im Kanal von Fri­days for Future anzu­schau­en.
Dass sich junge Men­schen so für unser aller Zukunft enga­gie­ren, ver­dient wirk­lich Respekt und Unterstützung.

Vielen Dank auch an dieser Stelle noch­mal für die Ein­la­dung zum Gespräch, es hat mir großen Spaß gemacht.

Hier geht’s zum Video:

Per Klick zum YouTube-Video

Zehn Argu­men­te für den Bau eines Fuß- und Rad­we­ges Has­ten­beck - Afferde

Horst von Bült­zings­lö­wen, Mit­glied im ADFC und Ein­woh­ner von Has­ten­beck, setzt sich seit vielen Jahren für eine siche­re Rad­ver­kehrs­ver­bin­dung zwi­schen Has­ten­beck und Affer­de ein.

Er hat für den Finanz­aus­schuss vom 26.02.2020 zehn Argu­men­te für den Bau eines Fuß- und Rad­we­ges Has­ten­beck - Affer­de zusam­men­ge­tra­gen, die ich hier gerne veröffentliche:

  1. In den letz­ten 15 Jahren ist in Has­ten­beck die gesam­te für das täg­li­che Leben not­wen­di­ge Infra­struk­tur weg­ge­bro­chen: ein gut sor­tier­ter klei­ner Super­markt, Volks­bank, Post, Metz­ge­rei. Wir haben seit­dem einen infra­struk­tu­rel­len Not­stand. Für die täg­li­che Ver­sor­gung incl. Ärzten, Apo­the­ke u.a. Geschäf­ten bietet sich das nahe­ge­le­ge­ne Affer­de an.
  2. Eine unmit­tel­ba­re Folge dieses Sach­ver­halts: nach Aus­kunft der Immo­bi­li­en­ab­tei­lung der Post­bank werden Häuser mit 25% unter dem Wert in ver­gleich­ba­ren Ort­schaf­ten taxiert - Begrün­dung: »Feh­len­de Infrastruktur«!
  3. Der gefor­der­te Fuß- und Radweg könnte die drin­gend not­wen­di­ge Auf­wer­tung der Ort­schaft Has­ten­beck zur Folge haben.
  4. Zudem wäre er ein wich­ti­ges Bin­de­glied in einem zukunfts­ori­en­tier­ten Rad­we­ge­netz auf Kreis­ebe­ne: Emmerthal/  Tün­dern - Has­ten­beck - Affer­de (direk­te Ver­bin­dung!) - Hil­ligs­feld (K 60) usw.
  5. Die Orts­rä­te von Affer­de und Has­ten­beck haben beide ein­stim­mig für den Bau eines Fuß- und Rad­we­ges am Ver­bin­dungs­weg zwi­schen diesen Ort­schaf­ten votiert.
  6. »Wer Stra­ßen sät, wird Ver­kehr ernten,« sagte der ehe­ma­li­ge VW-Mana­ger Daniel Goe­u­de­vert. Posi­tiv gewen­det bedeu­tet das heute: »Baut Rad­we­ge, und ihr erntet Rad­ver­kehr.« Ein Radweg ist ein Bau­stein für die von vielen gefor­der­te Ver­kehrs­wen­de, für Kli­ma­schutz, für eine fahr­rad­freund­li­che Stadt Hameln; Rad­we­ge sind eine unab­ding­ba­re Zukunfts­in­ves­ti­ti­on. Jedes Auto weni­ger ist ein Bei­trag zur Min­de­rung des CO2 - Aus­sto­ßes, zu mehr Lebens­qua­li­tät in unse­rer Stadt.
  7. Das am meis­ten vor­ge­brach­te Argu­ment gegen einen wei­te­ren Radweg zwi­schen Has­ten­beck und Affer­de: der bestehen­de Radweg an der K13. Aber lassen Sie sich bitte nicht von den in der Vor­la­ge 225/2019 auf­ge­führ­ten Zahlen täu­schen: der Weg von der Orts­mit­te Has­ten­beck bis zur Ein­mün­dung der Leip­zi­ger Straße in die Cum­ber­land­stra­ße über den Radweg ent­lang der K13 ist um 68% (3,04 km : 1,81 km) länger als die direk­te Ver­bin­dung zwi­schen Orts­mit­te und Kreu­zung Cum­ber­land­stra­ße / Leip­zi­ger Straße - das ist gerade für nicht moto­ri­sier­te Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­ger sicher­lich eine ziem­lich hohe Hürde.
  8. »Jedoch han­delt es sich bei dieser Route nicht um eine für den Rad­ver­kehr bedeu­ten­de Netz­ver­bin­dung.« Diese Bewer­tung aus der Vor­la­ge 225/2019 trifft nicht die Rea­li­tät: die vor­ge­se­he­ne  Route führt ins Zen­trum der täg­li­chen Ver­sor­gung für viele Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner unse­res Ortes. Und: vgl. Ver­bin­dung nach Hil­ligs­feld unter Punkt 4. Rich­tig ist dage­gen: wo kein Radweg ist, kann man auch keinen nen­nens­wer­ten Rad­ver­kehr erwarten!
  9. Wir können von unse­ren Mit­bür­ge­rin­nen und Mit­bür­gern nicht die für die Zukunft wün­schens­wer­te, ja mehr noch: not­wen­di­ge Ver­hal­tens­än­de­rung erwar­ten, wenn wir dafür nicht die unab­ding­ba­ren Vor­aus­set­zun­gen bereitstellen.
  10. Nach gegen­wär­ti­gem Kennt­nis­stand gibt es etli­che För­der­töp­fe, die für dieses Vor­ha­ben genutzt werden könn­ten (aber wie lange noch?) und die die (zunächst einmal ja abschre­cken­den) Her­stel­lungs­kos­ten von 350.000 € deut­lich senken würden.

 

Horst v. Bült­zings­lö­wen, Ein­woh­ner von Has­ten­beck, Mit­glied im ADFC

Ich möchte dies mit einem Zitat ergän­zen, dessen Autor ich leider ver­ges­sen habe.

Sinn­ge­mäß lautet es:

Rad­we­ge nur dort zu bauen, wo viele Men­schen Rad fahren, ist Unsinn.
Man baut eine Brücke ja auch nicht nur dort­hin, wo bisher viele Men­schen über den Fluss geschwom­men sind.

Zuwe­nig Fuß­gän­ger­freund­lich­keit in der Fahrradbegleitkommission?

Die par­tei­lo­se Rats­frau Julia Maul­hardt hat bei Radio Aktiv vor­ge­schla­gen, es solle jeman­den in der Fahr­rad­be­gleit­kom­mis­si­on geben, der sich für den Fuß­gän­ger­ver­kehr ein­setzt und dort ggf. auch ein Veto­recht hat.

Auch wenn ich Frau Maul­hardts Ansin­nen, dem Fuß­gän­ger­ver­kehr mehr Raum zu geben, durch­aus teile, ein bis zwei Anmer­kun­gen dazu, dafür jeman­den in die »Begleit­kom­mis­si­on für eine fahr­rad­freund­li­che Stadt Hameln« zu entsenden:

Frau Maul­hardt wird zu jeder Sit­zung der Begleit­kom­mis­si­on ein­ge­la­den, und selbst­ver­ständ­lich steht es ihr frei, dort auch die Inter­es­sen des Fuß­gän­ger­ver­kehrs zu vertreten.

Dass dessen Belan­ge dort bisher zu wenig berück­sich­tigt würden, kann ich jedoch nicht fest­stel­len. (Wes­halb ich auch etwas über­rascht bin, von diesem Vor­schlag über das Radio zu erfahren.) 

Denn es ist nicht so, dass in der Begleit­kom­mis­si­on aus­schließ­lich über Themen der Fahr­rad­freund­lich­keit bera­ten wird. So ist bei­spiels­wei­se der Zebra­strei­fen über die Kai­ser­stra­ße am Bahn­hofs­krei­sel auf einen Vor­schlag aus der FBK zurück­zu­füh­ren, wenn ich mich rich­tig erinnere.

Davon abge­se­hen haben die Rad­fah­ren­den auch ein per­sön­li­ches Inter­es­se an aus­rei­chend brei­ten Geh­we­gen, damit Fußgänger*innen nicht stän­dig auf auf die Rad­in­fra­struk­tur aus­wei­chen müssen (wie zum Bei­spiel auf den beiden Weserbrücken).

Ein etwai­ges Veto­recht ist meines Erach­tens schon des­halb nicht erfor­der­lich, weil die Fahr­rad­be­gleit­kom­mis­si­on keine Beschlüs­se fasst, son­dern nur ein vor­be­rei­ten­des Gre­mi­um ist, dessen Ergeb­nis­se und Vor­schlä­ge dann in der Regel zunächst im Umwelt­aus­schuss dis­ku­tiert werden.
Die Frage wäre auch, wem man dann noch alles ein Veto­recht ein­räu­men müsste. Dem Eltern­ver­tre­ter? Der Schü­ler­ver­tre­te­rin? Der Poli­zei? Dem BUND?

Auch in der Ver­gan­gen­heit wurde es übri­gens immer wieder so gehand­habt, dass Vor­schlä­ge, die in der Begleit­kom­mis­si­on nicht von einem brei­ten Kon­sens getra­gen wurden, noch­mal zur Über­ar­bei­tung zurück an die Ver­kehrs­pla­nungs­ab­tei­lung der Stadt Hameln gegan­gen sind.

Ich denke daher, wir soll­ten das Ver­fah­ren so beibehalten.